coachin-logo„Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Bereits in Grimms Märchen bewegt Schneewittchens böse Stiefmutter diese scheinbar entscheidende Frage und scheitert letztendlich an ihren Bemühungen, sich den Platz der unangefochtenen Schönheitskönigin zu sichern. Seither hat sich – nicht nur in der Welt der Damen – offensichtlich nicht viel geändert.

Überall auf der Welt finden unaufhörlich Miss-Wahlen statt, TV-Formate wie „Germany’s next Topmodel“ haben trotz völliger Sinnentleerung hohe Einschaltquoten. Darüber hinaus gehören Kosmetikindustrie und Schönheitschirurgie zu den profitabelsten Branchen der westlichen Wirtschaft.

Was aber ist Schönheit, die für viele das Maß aller Dinge sein soll? „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ haben schon die alten Griechen festgestellt. Heißt also: es gibt keine absolute, objektive Schönheit. Sie ist immer subjektiv? Wenn das so wäre, wie können sich dann in verschiedensten Kulturkreisen hinweg ganze Bewegungen von Schönheitsidealen über viele Jahre oder Jahrzehnte und Generationen hinweg auch völkerübergreifend durchsetzen?

Schönheitsideale im Wandel von Zeiten und Kulturen

Innerhalb bestimmter Kulturen gab es schon immer Vorstellungen von besonderen, die Schönheit beschreibenden Merkmalen, die sich vorrangig auf das Aussehen des Körpers, insbesondere des Gesichts beziehen und bezogen. Schönheitsideale sind im Prinzip veränderlich und unterliegen damit zwar einem sich langsam vollziehenden Wandel, erweisen sich aber auf den zweiten Blick als relativ konstant. Das bei uns seit Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschende Schlankheitsideal – lange Beine, schlanke Taille, ist eher selten, zieht man den Vergleich in der Geschichte und zwischen verschiedenen Kulturen.

Die Forschung spricht von Gemeinsamkeiten im historischen und kulturellen Vergleich der Schönheitsideale und spricht sogar von einer „genetischen Komponente“. Heißt: die in der jeweiligen Völkergruppe oder Gemeinschaft vorherrschende Vorstellung oder Empfindung von Schönheit steht im Zusammenhang mit bestimmten Eigenschaften, die sich für die Entwicklung, die Evolution der jeweiligen Gruppe als vorteilhaft und nützlich erwiesen haben. In Kulturen mit Nahrungsknappheit galten und gelten Frauen mit breiten Hüften und Hinterteil als gesund und schön. Je unsicherer die Versorgungslage, desto mehr wird Leibesfülle zum Statussymbol. Auch bei den Gesichtern entdeckt die Attraktivitätsforschung Regelmäßigkeiten: der „Goldene Schnitt“ in den Proportionen eines Gesichts ist definiert durch einen ganz bestimmten Abstand zwischen Augen und Mund im Verhältnis zur gesamten Gesichtslänge bzw. dem Augenabstand im Verhältnis zur Gesichtsbreite. Jetzt würden Sie gerne wissen, welcher Abstand genau? Keine Ahnung – aber warum ist uns das wichtig?

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